Was kennzeichnet eine Gruppensupervision?

Die Gruppensupervision ist ein Mehrpersonen-Setting zur Durchführung professioneller Beratung im beruflichen Kontext. Dieses Beratungsangebot kann dazu dienen, Mitarbeiter verschiedener Institutionen und durchaus auch aus unterschiedlichen beruflichen Feldern zusammenzuführen. Es bietet aber auch die Gelegenheit dafür, dass Professionelle aus dem gleichen Kontext, z.B. dem sozialen, wie Psychologen, Sozialarbeiter und Ärzte in einer gemeinsamen Gruppe aufeinandertreffen. Das Verfahren ist eine Möglichkeit, im Rahmen von Supervision auf den Erfahrungsschatz aller Beteiligter zurückzugreifen und durch ungewöhnliche Beziehungskonstellationen, Perspektiven zu erweitern. So besteht bei der Gruppensupervision auch die Chance, dass sich Vertreter mit gleichen Positionen in unterschiedlichen Berufsfeldern, wie Abteilungsleiter oder Geschäftsführer, begegnen, austauschen und voneinander lernen.

Supervison

Einzelsupervision

Teamsupervision

Das Setting der Gruppensupervision

Die Supervisanden stehen bei der Gruppensupervision in keinem konkreten Arbeitsbezug zueinander und können durch diese Beziehungskonstellation besonders voneinander profitieren. Die vielfältigen beruflichen Frage – und Problemstellungen werden nutzbar gemacht werden, um neue Perspektiven zu entwickeln. Die eigene Rollenreflexion ist möglich und die Handlungs- und Kommunikationskompetenz kann erprobt und erweitert werden. Die Gruppe dient als Übungsfeld, um sich auszuprobieren und eingetretene Pfade zu verlassen. Der Mut hierzu kann in diesem Setting größer sein, als z.B. bei einer Teamsupervision, bei der sich alle Beteiligten bereits kennen, da sie ein gemeinsamer Arbeitsauftrag vereint.
Der Supervisor ist für den geregelten Ablauf und die Strukturierung der Sitzung zuständig. Unter Zuhilfenahme geeigneter Methoden unterstützt er zielorientiert den Gruppendialog. Die Gruppenmitglieder sind die eigentlichen Akteure und der Supervisor wahrt den Überblick über Inhalt, Form und Gruppendynamik.

Sie benötigen eine Supervision, Einzelsupervision, Gruppensupervision, Teamsupervision oder Organisationssupervision?
Füllen sie unser Kontaktformular aus und wir melden uns in Kürze bei ihnen. Als ausbildungsberechtigter Supervisor gem. BGBl 140/2003 (idF BGBl. II Nr. 112/2006) § 4 Abs. 4.  biete ich auch Einzel- und Gruppensupervision für Lebens- und Sozialberater/innen an. Besuchen sie unsere Gruppensupervision - die Praxis für Supervision in Wien.

Methoden der Gruppensupervision

Die Auswahl der Methoden orientiert sich an der Zielvereinbarung des Auftrags. Ein breites, schulenübergreifendes Methodeninventar wird situationsgebunden eingesetzt und sichert einen langfristigen Erfolg. Hierzu gehören u.a.
Ziele und Nutzen der Gruppensupervision

  • Aufstellungen
  • Feedback
  • Hypothesenbildung
  • Zirkuläres Fragen
  • das Innere Team
  • Hausaufgaben
  • Psychodrama
  • Gestalttherapie
  • Rollenspiele
  • Entspannungs- und Achtsamkeitsmethoden
  • Imaginative Verfahren
  • Zukunftswerkstatt
  • und vieles mehr

Abhängig von der Zielvereinbarung liegt der Fokus der Gruppensupervision auf unterschiedlichen Themenbereichen und bringt davon abhängig den jeweiligen Nutzen.

Möglichkeiten und Grenzen der Gruppensupervision

Möglichkeiten und Grenzen in der Gruppensupervision

  • Professionalisierung des Handelns durch den Prozess des Erkennens und Verstehens von Problemlagen
  • Psychische Entlastung der Supervisanden
  • Entstehen neuer Handlungsperspektiven und Erweiterung des Handlungsspektrums
  • Entdecken und Entwickeln sozialer Kompetenzen und Fertigkeiten
  • Stärkung von Kooperations- und Konfliktfähigkeit
  • Schärfen des Blicks für strukturelle Gegebenheiten
  • Reflexion möglicher überhöhter Ansprüche an die eigene Rolle
  • Ermöglichen einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung
  • Entwicklung von Durchsetzungskraft und Stärke
  • Adäquater Umgang mit Stress und Krisensituationen
  • Verbesserung des Betriebsklimas
  • Burnout Prophylaxe
  • Verbesserte Work-Life-Balance

 

Das Beratungsangebot kann nicht die fachliche Qualifikation der Beteiligten ausgleichen und es ist auch nicht dazu in der Lage, Mängel der Organisationsstruktur oder fehlende Führung zu ersetzen. Die Supervisanden sind für die langfristige Durchsetzung und Umsetzung der erarbeiteten Lösungen zuständig. Die Grundhaltung des Supervisors ist dabei von Respekt, Wertschätzung, Empathie und Ressourcenorientierung geprägt. Er bezieht das Erfahrungswissen und die Kompetenz der Gruppenmitglieder in den Supervisionsprozess ein, um so möglichst optimale und nachhaltige Lösungen zu gewährleisten.

Haben Sie weitere Fragen? Ich freue mich über eine Kontaktaufnahme und nehme mir gerne Zeit für Sie und Ihr Anliegen.

Gruppensupervision

Was kann Supervision?

Supervision ist der lateinische Name für Überblick. Dieser Begriff weist darauf hin, dass es sich um ein Beratungsverfahren handelt, das in erster Linie der Erweiterung von Perspektiven durch Reflexion dient. Das Beratungsinstrument gewinnt besonders dadurch, dass der Supervisor nicht direkt in die beruflichen Abläufe eingebunden ist. Er kann somit eine Übersicht über das Spannungsfeld aus Person, Rolle und Organisation gewährleisten. Einzelpersonen, Gruppen, Teams und auch Organisationen profitieren von der unabhängigen und eigenverantwortlichen Position eines Supervisors, der neue Sichtweisen auf Prozesse und Beziehungskonstellationen der beruflichen Welt ermöglicht. Komplexe Problemstellungen, Konflikte und Krisensituationen können so unter Einbeziehung verschiedener Dimensionen neu beleuchtet werden.

Der Supervisor verhilft dazu, die eigene Person, die berufliche Rolle und die Fähigkeiten zur Abgrenzung und Zusammenarbeit innerhalb der institutionellen Rahmenbedingungen zu reflektieren. So können neue Blickwinkel entstehen und persönliche und professionelle Weiterentwicklung kann gleichermaßen stattfinden. Veränderungsprozesse innerhalb der Organisationen werden auf diesem Weg begleitet und optimiert. Es handelt sich um ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren, das stark an der Praxis orientiert ist. Supervision ist aber nur eine Form der Beratungsarbeit in professionellen Bezügen. Als weitere Verfahren sind das Coaching, psychotherapeutische Prozesse, Unternehmensberatung, Organisationsentwicklung oder die Moderation zu nennen.

Wesentliche Grundlage der Supervisionspraxis

Der Supervisor ist sich stets bewusst, dass mit mehreren Menschen auch unterschiedliche Realitäten aufeinandertreffen. Diese werden nicht als „wahr“ oder „falsch“ beurteilt, da es eine einzige und allgemeingültige Wahrheit nicht gibt. Somit gilt für den Supervisor stets die konstruktivistische Prämisse, dass sich jeder Mensch seine Realität selbst konstruiert. Unter diesem Blickwinkel werden die verschiedenen Perspektiven der Akteure beleuchtet und respektiert, so dass problematische Sichtweisen und Handlungsmuster reflektiert und ggf. verändert werden können. So kann auch eine Supervision nicht allgemeingültig definiert werden, da sie von mehreren Faktoren abhängig ist. Verfahren, Techniken und Methoden hängen vom jeweiligen Supervisor, von den Supervisanden, vom gewählten Setting, dem Kontext und der Zielvereinbarung ab.

Der Supervisionsprozess

Grundsätzlich wird das Setting abhängig von den Zielen der Supervision, den anvisierten Inhalten und dem gewünschten Fokus gewählt. So gibt es neben der Gruppensupervision die Möglichkeit der Einzel-, Team-, Fall- und auch Organisationssupervision. Bei jeder Form spielen Supervisor, Supervisand und Auftraggeber eine wesentliche Rolle, wobei letztere auch in Personalunion auftreten können. Der Supervisor zeichnet sich durch seine professionelle Distanz aus und respektiert den Schutz der Persönlichkeit. Er garantiert einen wertschätzenden und vertrauensvollen Umgang. Im Vorfeld berät er, welches Angebot geeignet ist und sorgt für eine ergebnisorientierte Kontraktklärung zwischen allen Beteiligten. Er erläutert realistische Erfolgschancen und zeigt auch mögliche Konsequenzen der Supervision auf. Er wertet den Beratungsprozess abschließend angemessen mit den Supervisanden und ggf. mit dem Auftraggeber aus. Im Verlauf sorgt er unter Wahrung der Vertraulichkeit für eine transparente Gestaltung des Prozesses gegenüber Supervisanden und Auftraggeber. Die Sitzungen erhalten durch ihn eine klare Strukturierung bzgl. Zeit, Ort, Dauer und Frequenz.

Noch Fragen zur Gruppensupervision, dann senden sie uns ihre Frage einfach zu.